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April 20, 2013 / balkongezwitscher

Terra Preta

Der Erdbedarf im Frühling steigt rasant. Inzwischen habe ich schon über 130 l Erde gebraucht und ein Ende des Bedarfs ist noch nicht in Sicht… der Mangold, die neuen Tomaten und einige kleine Paprikapflanzen müssen beispielsweise noch in größere Behältnisse umziehen.

“Terra Preta” finde ich spannend, um Kreislaufsysteme auf dem Balkon anzubahnen.

Terra Preta. Portugiesisch für “Schwarze Erde”. Die Terra Preta macht den Boden extrem fruchtbar. Momentan zeigen auch wissenschaftliche Studien, dass der Boden durch die Terra Preta ertragreicher wird. Die Dokumentation des NDR “Terra Preta – Wundererde für das Wendland” begleitet beispielsweise einen Feldversuch in Deutschland.

Die Terra Preta besteht aus einer Mischung aus Kompost, Dung, Holzkohle, Mikroorganismen und Steinmehl. Durch die Verwendung von  Holzkohle wird CO2 gebunden, ein positiver Nebeneffekt.

Letzte Woche war ich auf einem Vortrag vom BUND, in dem die genaue Herstellung für den Balkon erklärt wurde.  Das “Rezept” für Terra Preta wurde wie folgt beschrieben:

1. Mischen: 40% Frisches Grün (z.B. zerkleinerte Küchenabfälle), 40% Dung (am Besten abgelagerter Stallmist), 10% Holzkohle (Grillkohle geht anscheinend auch), 2% Milchsäurebakterien (z.B. eine Packung Sauerkraut, Jogurt oder Effektive Mikroorganismen), 8% Steinmehl (aus der Gartenabteilung des Baumarkts).

2. Reifen lassen: Mindestens zwei Wochen muss die Mischung in einem geschlossenen Gefäß stehen, damit die Fermentierung in Gang kommt.

3. Mit Erde mischen und weitere 4 Wochen reifen lassen. Es können auch Regenwürmer eingebracht werden, die bei der Vererdung helfen. Diese sehr nährstoffhaltige Erde ist im ersten Jahr vor allem für Starkzehrer wie Tomaten, Paprika, Mangold geeignet.

Die während des Vortrags gezeigten Bilder waren sehr erstaunlich. Der vorgestellte Balkon bot eine üppige Fülle an gesunden, reich tragenden Pflanzen mit verhältnismäßig wenig Erde in den Pflanzgefäßen. Schade, dass ich jetzt gerade Erde brauche und nicht erst in 6 Wochen.

Unabhängig von meinem jetzigen Bedarf an Erde muss ich noch eine gute Quelle für Dung auftun. Denn es gibt zwar reichlich Pferdeställe in der Region, aber ich möchte aus keinem Dung meine Erde herstellen, in dem eventuell Medikamentenreste vorhanden sind… Also werden Fahrradtouren mit mir in Zukunft bedeuten, dass ich nicht nur an vielen Stellen anhalten möchte, um Wildkräuter zu bestimmen, sondern auch noch Pferdeställe mit einem kleinen Eimer anfahre, um nach geeignetem Dung zu fahnden :-).

PS: Der BUND bietet übrigens viele interessante Führungen, Vorträge und Pflanzen(tausch)börsen an.

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